Donnerstag, 24. November 2016

Nicht für möglich gehalten...

Mittagessen vorbei,
Kind und Kumpel zappeln vor ihren Hausaugaben rum.
Es ist schier unerträglich.

Mari:

"Du!
(zeig auf den Grundschulkumpel)
Du hältst jetzt deine Füße still
und packst das blöde Furzklavier weg und...
Du!
(zeig auf das Kind)
Du nimmst jetzt endlich den Bleistift aus der Nase!
Schreibt!!!"

Hätte ich nicht für möglich gehalten,
dass ich mal sowas sagen würde...



Schöne Zeit !

;O)

Mari

Sonntag, 20. November 2016

Superlativ

Lernwörter üben.
Ich gebe vor,
Kind buchstabiert
und hüpft dabei im Takt der Buchstaben durchs Wohnzimmer.
Lernwörter verursachen mitunter
exzessiven Bewegungsdrang.

Mari:
"grüßen"

Kind:
"g-r-ü-ß-e-n,
klein! (geschrieben)"

Mari:
"Wie wird dann der Gruß geschrieben?"

Kind:
"G-r-u-ß,
groß!"

Mari:
"Letztes Wort..."

Kind:
"Ich weiß!"


Mari:
"...gut"


Kind:
"g-u-t,
klein,
fertig!"

*will wegrennen*

Mari:
"Mooooooment...
gut ist richtig.
Aber wie wird das gesteigert?"


Kind
stutzt, hüpft, grinst:

"gut - sehr gut - perfekt!",

und haut ab.

 
Hm.
Nicht ganz doof.
Da könnte er sich zumindest noch mit rausreden...

:D



Schöne Zeit !

;O)

Mari




Freitag, 18. November 2016

Do legst di nieder

So lautet der Plan.
Familie Mariönkes zieht sich zwecks
Wundenlecken fürs Wochenende in ihre Höhle zurück.
Wir gehen allesamt am Stock,
pfeifen aus dem letzten Loch,
sind durch.
Mir wächst ne Psychokrätze im Gesicht.
Ein schöner, kleidsamer, ovaler Ausschlag
auf der linken Wange.
Ein "Schönheitsmal", sozusagen.
Aussitzen,
warten bis es wieder verschwindet,
meint der Doc.
Nicht so stressen lassen.
 Und aufs Immunsystem achtgeben.
Das scheint nämlich im Eimer zu sein.
Kaputt gegangen.

Also: Buch her.

Und gute Nacht.

Schöne Zeit !

:O(

Mari



Donnerstag, 17. November 2016

Mit Ansage



"Ich werde krank.",
behauptete das Kind gestern Abend
und behielt Recht.
Als der Gatte mich heute Nacht wachstupste,
war schon klar, was mich erwartete.
Fieberthermometer, Fiebersaft, Nasenspray,
Halsschmerztablette und
Mari zieht mit ihrem Bettzeug auf die Matratze unterm Hochbett um.
Das Metallgestell des Bettes quietscht und knarzt fürchterlich.
Ich mache mir eine geistige Notiz:
"WD40... "
quietschknarz
Nach gefühlten Stunden,
gegen 2 Uhr nachts.
"Mama, eigentlich geht es mir gerade richtig gut!"
"Das ist schön, dann schlaf jetzt!"
"Ich bin aber hellwach!
Stellst du mir ein paar Matheaufgaben?
Das soll helfen, wenn man nicht schlafen kann."
"Möglich. Das hilft vielleicht dem, der rechnen soll aber bestimmt nicht dem,
der sich die Aufgaben ausdenken muss."
"Oh."
"Mach einfach das Licht an und lies etwas..."
"Ah! Gute Idee!"
kram wühl raschel umblätter
quietschknarzquietschknarz
*DenkanWD40!*...
"Ach guck mal! Das ist eines meiner Lieblings-Micky-Maus-Hefte!
Das ist ja schon von 2013...
Da bauen sich Tick, Trick und Track ein Schiff.
Also kein echtes, eins mit Rädern und einem Motor von Hernn Düsentrieb..."
*beugt sich zu mir runter und wedelt mit dem Heft*
"Guck!..."
"Meh.... Neeeee... 
ICH will Ruhe halten, nicht lesen.
Brille hab ich auch nicht auf und dunkel ist es hier unten auch..."
"Ach so ... "
quietschknarz
WD40 !
"... auf jeden Fall finde ich die Geschichte super.
weißt du, warum?"
"Hmmmm mmhhh? grummel"
"Ich habe da einen Schreibfehler entdeckt.
Statt "Schiff" steht da "Scheff"."
"Mhm... Hm?"
 "Scheff!"
quietschknarz
WD40 !
"Und du bist sicher, dass nicht der Chef gemeint ist?"
"Nein. Die reden über das Schiff..."
"Aha. Naja. Druckfehler... kommt vor..."
"Ja. Vielleicht hat das jemand geschrieben,
der noch nicht richtig Deutsch kann..."
"Öhmm.... ja. Wer weiß."
"Der Grundschulkumpel sagt auch immer,
dass er nicht richtig Deutsch kann, weil er kein Deutscher ist.
Voll der Blödsinn...
... wenn ich einen Fehler mache, dann bin ich zu doof.
Wenn DER einen Fehler macht, sagt er, das liegt daran,
dass er kein Deutscher ist! 
Alter....
voll die Ausrede...."
"Ist gut jetzt.
Lies noch was oder schlaf..."
"Ok., das Heft noch, dann mach ich Licht aus."
quietschknarz
WD40 !
grummelknurr 

"Sag mal, war das dein Bauch ???"
"Joaaaa ich glaub, ich krieg Hunger..."

Krieche in die Küche,
schmeiße dem Kind zwei Toasts ins Bett,
quietschknarz
WD40 !
knusper knusper krümel
Licht aus.
Schnarch.
Um 6 Uhr kratzt der Kater an der Tür und will eingelassen werden.
Ich schlepp mich zum Lesen auf die Couch.
Das Kind pennt bis 9 Uhr. 
"Tag der ruhigen Kugel."
Aber nicht vergessen:



Schöne Zeit !

;O)

Mari



P.S.: Das ist KEIN Werbepost.
Das ist eine Überzeugungstat!

Mission was possible

Stadtteilrallye?
Check.
Mal kurz über den Nieselregen geflucht
aber rückblickend hatten wir echt noch Glück.
Der ganze Stadtteil war in Alarmbereitschaft.
Die Kinder suchten, erfragten und fanden Hinweise in
Apotheke, Atelier, Fahrradladen, Schuhgeschäft,
Blumenladen, Bastelgeschäft, Zahnarztpraxis, Bücherei
und alle haben super mitgespielt.
Kinder und Erwachsene.
Mit größtem Einsatz unser Zahnarzt.
Allemann rein ins Wartezimmer,
Türe zu
und dann beantwortete er den Kindern die Frage auf ihrem Zettel:
"Was sind 6-Jahr und 12-Jahr-Molaren?".
Die Information über die Molaren,
die man dann "Weisheitszähne" nennt,
lieferte er gleich freihaus mit.
Ich hab schon nachgefragt.
Das Kind konnte wiedergeben,
was der Doc erklärt hat.
Toll!
Wie lang Schuhgröße 48 in cm ist,
haben wir hingegen beide wieder vergessen.
Schaufensterfragen zum Fahrradladen und Kunstatelier waren schnell beantwortet.
Im Bastelgeschäft bekamen die Kinder mehrere Rechenaufgaben,
deren Ergebnisse sie notieren mussten.
Im Blumenladen dann den Hinweis:
"Ruft an!"
Und eine Euromünze.
Kurze Ratlosigkeit,
doch irgendjemand kam von
"Welche Telefonnummer denn???"
tatsächlich auf die Lösungen der Matheaufgaben.
6 Viertklässler drängelten sich um die Telefonsäule.
Der kleine Bruder des zweiten Geburtstagskindes hatte da keine Chance,
den nahm ich mir zur Seite.
Telefonieren will gelernt sein...
Zuerst den Hörer abnehmen...
Dann Geld einwerfen...
Dann wählen...
Nicht umgekehrt und es funktioniert auch besser,
wenn nur einer die Nummer diktiert,
statt fünf durcheinander...
Während die Großen sich also mit dem öffentlichen Apparat herumschlugen,
warteten der kleine Bruder und ich ganz gelassen auf ihren Anruf.
Allein für die entgeisterten Blicke in unsere Richtung,
als wir ihnen den nächsten Hinweis durchs Handy durchgaben,
hat sich der ganze Aufwand gelohnt.
Dass sich der kleine Bruder bei einem Riech-Ratespiel in der Apotheke
das Glasfläschchen mutig ins linke Nasenloch gesteckt
und den darin befindlichen Pfeffer bis ins Hirn eingeatmet hatte,
war dann vergessen.
Zu meiner Beruhigung:
auch dem Apotheker war nicht klar,
dass man so flott von Pfeffer Nasenbluten kriegen kann...
Habe mich bei dem Zwerg mehrfach für meine Unachtsamkeit entschuldigt.
Alles wieder gut.


In der Buchhandlung mussten sie eine Bestellung abholen.
Eine beeindruckend große Faltkarte.
In der Bibliothek gab es mit dem Planquadrat,
in dem sie den "Schatz" suchen sollten, den letzten Hinweis.
Die Bitte des Bibliothekars,
bis zu seinem Feierabend noch ein bisschen zu warten,
damit er auch auf Schatzsuche gehen könne,
wurde geflissentlich überhört.
Und jetzt muss ich mich mal selbst loben.
Am Vormittag der Rallye fiel mir nämlich (zwar reichlich spät)
aber doch noch siedendheiß ein,
dass es bereits stockdunkel sein würde,
wenn die Kinder ihren "Schatz" suchen sollten.
Im abgelegenen Park...
auf dem Kinderspielplatz...
der ja jetzt leider schon auf der Karte eingezeichnet war...
Meine erste Reaktion auf diese Erkenntnis war:
"Mist, wo kriege ich jetzt auf die Schnelle 7 Taschenlampen her?",
doch bei genauerer Betrachtung des Problems kam ich auf
DIE Lösung schlechthin.
"Der Schatz" musste leuchten.
"Schatz" bestand mal wieder aus Süßigkeiten und Nippes,
sieben mal in wasserdichte Folie verpackt.
Der Clou:
Knicklichter aus dem Billigladen.
Die strahlten in den dunklen Gebüschen wie
Positionslichter auf einer Landebahn.

Dann endlich Pizzaessen beim Kumpel.
Alle hatten gehörigen Appetit.

Fazit:
Die Rallye war ein voller Erfolg für alle Beteiligten.
Und für mich im Besonderen,
denn nachdem ich ein paar Tellerchen und Gläser in die Spülmaschine
und ein müdes Kind warm geduscht und ins Bett gesteckt hatte,
hatte ich Feierabend.
Das ist längst nicht nach jeder Geburtstagsfeier so...



Schöne Zeit !

:O)

Mari


Montag, 14. November 2016

To do to do to do...

Morgen, Kindergeburtstag.
Stadtteilrallye.
Die Planung steht.
Also...
in der Theorie....
Praktisch habe ich noch eine unendlich lange To-Do-Liste.
Fängt an beim Einkauf für den Geburtstagskuchen
und endet bei der Unterbringung der Hinweise in diversen Geschäften o.ä.
An so profane Dinge wie:
"Geburtstagstisch decken"
"putzen"
habe ich noch nicht einen einzigen Gedanken verschwendet.
Dennoch:
eine klitzekleine Frist habe ich noch.
Die Zeit, in der der Ullige gleich zuhause ist.
So lange, bis er sich zum Training verabschiedet.
Spätestens dann wird mich die Hektik einholen.
Dann wird's allerhöchste Eisenbahn.
Schockiert mich das?
Nö.
Wundert mich nur ein wenig.
  Wie immer gab es Dinge,
die dringlicher waren.
So ist das eben.
Die Sache mit den Prioritäten...
Morgen, um 15 Uhr,
kommen also die Kinder.
Ich wage mal eine Prognose:
bis dahin wird ein Geburtstagskuchen fertig sein
und wir werden uns auf den Weg zu einer Stadtteilrallye machen.
Wie gut ich vorbereitet sein werde?
Tja.
Fangen wir also einfach an und
arbeiten Punkt für Punkt auf der Liste ab.
Was geht, das geht.
Was nicht, kann gehen.


Schöne Zeit !

;O)

Mari



Samstag, 12. November 2016

Weiterführend

Heute war Samstag
und Familie Mariönkes war freiwillig in der Schule.
Und zwar in der,
auf die die großen, coolen Jungs
aus dem Kampfsportverein des Kindes gehen.
Von denen erkannt und angesprochen zu werden,
war offensichtlich der Oberknaller für den Ulligen.
Cooler Typ: "Machst du Prüfung, im Dezember?"
Kind *stotterstammel*: "Jooaaaah..."
"Cool. Bis dann."
*strahl*
Tag der offenen Tür,
am Gymnasium vor Ort.
Der Gatte hat hier sein Abi gemacht,
ich bin zum ersten Mal da.
Das blöde:
Früh aufstehen.

Ziemlich früh.
Unerhört früh.
Denn kurz nach 6 war ich schon geduscht...

Selbst aufgehalste Arbeit beenden.
Hätte ja auch einfach mal nein sagen können.
Stattdessen habe ich gestern Abend,
nach einem 10 Stunden-Tag im Laden,
noch eine Torte geschichtet.
Wenn ich die jetzt selber aufessen könnte,
gäb's nix zu meckern.
Aber das Ding ist eine Spende für's Pfarrfest.
Widda nix dazugelernt.
Frühstück, anziehen, raus.
Draußen ist es noch dunkel.
1000 Einkaufstaschen und Leergut nicht vergessen.
Nach der Schule droht der Wocheneinkauf.



Stundenplan.
Das Kind will zu Mathe,
Politik,
Chemie
und Bio.
Sitzen, gucken und lernen:
Gruppenarbeit
funktioniert nicht.
Immernoch nicht.
Einige arbeiten,
einige quatschen,
einige langweilen sich, weil sie nix verstehen
und deshalb nicht arbeiten können.
Der Rest schreibt die Ergebnisse irgendwo ab.
Wieso fällt das nicht auf?
Klassisch: Löwengang
Chemieräume
Mit Pottfingern kein Zutritt,
Vorsicht Weichspüler,
Hier endet der Raucherbereich.
Chemie fand der Sohn cool.
Sowohl den Unterricht, als auch die AG.
Bio auch.


Dann endlich:
In den heiligen Hallen der Robotik-AG.
Besucherkinder durften einen kleinen Roboter zusammenbauen.



Die Profis hatten da ganz andere Dinger gebastelt:
Sortiermaschinen,
Cyberhände,
Treppenkletterer
und und und...

Sogar ein motorisiertes Longboard.

Dann war die Luft raus und auch schon fast Mittag.
In der Aula gab es eine Cafeteria
und man konnte den Honig der Imker AG erstehen.
Bin gespannt...


Dann besagter Wocheneinkauf,
Torte zum Pfarrfest geschleppt,
Mittagsschläfchen für Mari
(Das war so super... habt Ihr das auch manchmal, dass Ihr so müde seid,...
wenn Ihr Euch ins Bett legt und die Augen schließt,
fühlt es sich an, als würden die Füße zur Decke schweben und Ihr fahrt
Schwerelosen-Karussell?
Nein.
Ich habe NICHT getrunken!)
Nach dem Mittagsschlaf dann zum Ortstermin,
zwecks Stadtrallye-Vorbereitung.
Bin mal die Gegend abgelaufen und habe recht wahllos Dinge fotografiert,
die sich vielleicht als Hinweise für die Rallye eignen.
Wieder zurück,
noch ein Käffchen
und dann war es auch schon Zeit,
den Pizzateig anzusetzen.
Während der ging,
Apfelkuchen vorbereitet.


Den nehme ich morgen mit, zu Brüderchens Geburtstag.
So.
Die Pizza ist gegessen,
der Kuchen gebacken,
dieser Post hier beendet,
dann kann ich ja jetzt ins Bett.
Morgen schellt dann ausnahmsweise mal KEIN Wecker.
Hah!



Schöne Zeit !

;O)

Mari



Dienstag, 8. November 2016

Und schon wieder Kindergeburtstag...

Das Jahr geht so schnell rum.





Den "echten" Geburtstag haben wir in Dänemark gefeiert.
Verwandtschaft war auch schon da,
jetzt schreien die Kinder nach einer Fete.
Für eine Halloween-Party ist es schon zu spät.
Das Thema Kinderhalloween ist auch irgendwie durch,
doch durch die Feiern der Vorjahre
habe ich mir selbst die Latte ziemlich hoch gehängt.

Kind:
"Wir wollen was suchen...
und wir wollen dann auch was finden...
wieder eine richtige Schatzsuche."

Mari:
"Sachma...
erinnerst du dich eigentlich noch an die allererste Rallye,
die wir gemacht haben?"

Kind:
"?"

Mari:
"Das war im Kindergarten. Da konntet ihr noch nicht lesen.
Da hab ich euch Fotos auf der Digi-Kamera gezeigt und
ihr musstet verschiedene Rätsel lösen.
Auch in Geschäften, und so..."

Kind:
"???
Nöööööö....
Keine Ahnung...."

Mari:
"Cool."

Da kann man also was aus der Konserve nutzen!
Wie praktisch.
ICH erinnere mich noch an so einiges...

Das Gute an diesem Kindergeburtstag wird sein:
einer der Grundschulkumpel wurde zwischenzeitlich auch 10 Jahre alt
und hat ebenfalls noch nicht gefeiert.
Also feiern die beiden Jungs zusammen.
Die laden ohnehin beide dieselben Kinder ein...


Falls also jemand Ideen für eine Stadtteil-Rallye hat,
immer raus damit !



Schöne Zeit !

;O)

Mari



Sonntag, 6. November 2016

Besser

Ich sagte es ja bereits...
tagsüber geht es besser,
oder wie mir eine Freundin neulich am Telefon sagte:
Im Liegen wälzt man große Probleme.
Wenn man sich aufsetzt,
werden sie kleiner.
Mein Sonntag lief wie folgt ab:
Bin um 6:30 Uhr aufgestanden, denn der Kater weiß nichts vom Wochenende.
Er stand auch schon vor der Tür und bat um Einlass, zack zack.
Frühstück,
Käsekuchen backen,
Familienspaziergang im Wald,
Käsekuchen futtern,
ausgedehntes Mittagsschläfchen,
ein Telefonat mit einem lieben Freund,
Tee,
bißchen Küchenputz,
Pizzateig ansetzen,
ein Telefonat mit der lieben Cousine,
noch mehr Tee,
 Teig ausrollen,
Pizzen belegen,
schon wieder mampfen,
Titelliste für den kommenen Buchabend in der Gemeinde bearbeiten,
mit Schrecken feststellen,
dass mir mindestens noch ein Krimi fehlt,
als hätten ihr die Ohren geklingelt,
klingelt die Chefin im Telefon,
liebe Nachfragen,
nettes Pläuschken,
kurze Absprache,
gehe ins Treppenhaus,
dem Kater schon mal alle Türen öffnen,
jetzt verkrümle ich mich ins Bett,
an meinem derzeitigen Buch gibt's noch was zu lesen,
der Gatte glotzt noch eine runde TV
und lässt vor dem Schlafengehen das Tier raus,
wenn es möchte.
Wenn nicht,
dann eben nicht.

Gute Nacht.



Schöne Zeit !

;O)

Mari




Gelassenheit

Gelassenheit?
Die fehlt mir gerade.
Dabei ist sie das höchste Ziel.
Ich kann nicht schlafen.
Ich trau mich nicht.
Ich bin gerade erst wieder in die Wohnung zurück gekommen.
Vorher bin ich, wie ein Dieb in der Nacht,
mit dem Kater durch den Garten geschlichen.
Leise, damit uns niemand hört.
Ängstlich, weil die Türe zum Hinterhaus aufgehen könnte.
Es brennt immernoch Licht dort.
Tagsüber kann ich mir glaubhaft versichern:
Alles wird gut.
Wir meistern das.
Haben schon ganz andere Sachen hingekriegt.
Aber Nachts?
Auf Zehenspitzen durchs Treppenhaus mit einem völlig 
Verängstigten Kater im Schlepptau?
Da lässt sich nicht gut hoffen.
Hoffen, dass der Hausbesitzer seine Hunde in den Griff bekommt.
Dass er die, seit einem Jahr, versprochenen Katzenklappen einbaut.
Hundeerziehung besteht nur darin,
Zäune im Hof entweder einzureißen,
Um den Hunden weiteren Auslauf zu verschaffen,
Oder Zäune zu verstärken.
Damit sie nicht abhauen,
Denn zurückrufen kann man sie nicht.
Die Leute vom Sportplatz haben schon reagiert und
Das Gelände in Fort Knox verwandelt.
Einen ganzen Nachmittag hoppelten verwirrte Kaninchen 
Am lückenlos geschlossenen Zaun entlang.
Kein Durchkommen mehr.
Auch für den Kater wahrscheinlich nicht.
Das Haus verwandelt sich in einen Knast.
Macht bloß die Türen zu!
Sonst habt ihr die Hunde in der Wohnung.
Denn das Herrchen lässt sie zum "Gassi gehen" einfach in den Garten.
Als wir aus dem Urlaub kamen, fanden wir den Kater in ziemlich desolatem Zustand vor.
Gesträubtes Fell, Geifer klebte an Rücken und Schwanz,
Die Hinterläufe waren blutig.
Er ist gejagt worden.
Kein Wunder also, dass die den Sportplatz dicht gemacht haben.
Wer will schon streunende Hunde auf einem Gelände,
Auf dem Kinder einem Ball hinterherjagen?
Der Kater geht auf Nummer sicher. 
Zunächst ging er gar nicht mehr raus.
Nun kommt er morgens,
Bleibt bis zur Nacht in der Wohnung .
Der Freigänger.
Ein Häufchen Elend ist aus ihm geworden.
Morgen ist wieder eine Woche rum, in der sich um Katzenangelegenheiten 
Gekümmert werden sollte.
Wir werden sehen.
Kommunikation klappt nicht.
Ich dachte:
Versuchs doch einfach mal über ein soziales Netzwerk.
Kann man doch machen...
Mal eben tippen:
Kater will raus
Hunde sind drinnen...
Hat er gemacht, sich aber nicht dran gehalten und
So hab ich den Kater ins offene Messer laufen lassen.
Man kann ihm nicht trauen.
Heiße Luft.
Wenn sich mir jemand das nächste mal als
Menschen und Tierfreund vorstellt, 
Werde ich wachsam sein.
Echte Menschen-und Tierfreunde
Müssen darauf nämlich nicht gesondert hinweisen.
Also schleiche ich mich Nachts mit dem Kater in den Garten,
Öffne ihm all die verschlossenen Türen nach draußen und
Sehe mit ihm zusammen nach,
Ob die Luft rein ist.
Offensichtlich ist heute alles gut gegangen.
Kein Hundegebell, kein Katerkratzen an der Tür.
Vielleicht ist er aber auch auf direktem Wege in den Keller,
Und verbringt die Nacht in der Ecke unter einem Regal.
Ich weiß es nicht.
Aber nun gehe ich tatsächlich schlafen.
Da Schreiben tat gut.
Gelassenheit.
Bitte bitte...
Denn ohne Gelassenheit 
Zerfleische ich mich hier nur selbst,
Zergrüble die Welt,
Verfange mich in bösen, WIRKLICH bösen Gedanken
Bekomme Magenschmerzen und
Bin zu nichts zu gebrauchen.
Wenn ich Gelassenheit zurückgewinne, kann ich klug beobachten.
In zwei drei Monaten,
Werden die Hunde die Rangordnung unter sich ausmachen.
Dann ist die jüngste ausgewachsen.
Und so wie es aussieht, wird Herrchen nicht in die Rangfolgenplanung mit einbezogen werden.
Das ist kein schönes Leben, als Depp des Rudels.
Spätestens dann wird er sich eine Hundehaarallergie anschaffen.
Aber vorher wird er noch Theater mit der Weltbesten Nachbarin bekommen,
Denn auch die wird ihre Terrassentür nicht mehr einfach so offen stehen lassen können.
Auf Tische klettern die beiden auch wie die Ziegen.
Vielleicht wird sich aber vorher der Nachbar nebenan zu Wort melden,
Den sieht man nämlich im Moment täglich mit einer Schaufel über die Wiese wandern.
Hundekacke aufsammeln.
Also gelassen bleiben.
Wut, Groll, Verzweiflung, Angst,
Fressen nur an den eigenen Nerven.
Dann geht es mir schlecht.
Und das schlimme daran:
Ihm, der die Ursache meines Übels ist,
Geht das am A vorbei.
Also Ruhe bewahren,
Schlafen gehen,
Morgen früh wieder aufstehen, um den Kater reinzulassen,
Bevor die Hunde wach sind.
Verzeiht mir diesen unstrukturierten,
Unkorrigierten Schrieb.
Musste raus und das bloggen auf dem IPad ist wirklich das Letzte.
Gute Nacht !

;O)

Mari




Freitag, 4. November 2016

Lang ist's her...




Nächstes Jahr
zu Allerheiligen,
kommen wir hier wohl schon nicht mehr her.

 Was mich angeht...
... das geht in Ordnung.

Lang, lang ist's her.

Schöne Zeit !

;O)

Mari


Mittwoch, 2. November 2016

Wie man so tickt

Sonntagvormittag
Ich wurschtle in Wohnzimmer und Küche herum,
Gatte und Kind tun Selbiges im Nordflügel.
In ca. 3 Stunden rollt die geliebte, bucklige Verwandtschaft an,
um den Geburtstag des Kindes nachzufeiern.
Aufräumen, putzen, Stühlerücken...
Lebhaftes Geschnatter zwischen Vater und Sohn.
Dann der Gatte:
"Nein, ich kann nicht mit dir am Computer rumsitzen
und Spiele gucken,
sonst rastet die Mama aus!"
Wie gut man sich doch kennenlernt,
so im Laufe der Zeit...

:O)


Schöne Zeit !


;O)


Mari